Methode

Dialogspaziergang

Ein Spaziergang bei dem aktives Zuhören eingeübt wird und das Thema Kommunikation eingeführt werden kann.

45 Minuten

11 - 16 Jahre, 17 - 21 Jahre, Erwachsene

1- 5 Personen, 5 - 15 Personen, Über 15 Personen

Themen
Unterschiedlich
Phase
Beziehung aufbauen
Sozialform
Gruppenarbeit
Rolle der Gruppenleitung
Im Hintergrund aufhalten und Zeit im Auge behalten
Element 185
Personale Kompetenz
Reflexionsfähigkeit , Selbstwahrnehmung , Selbstregulation und Frustrationstoleranz
Mehr
Element 186
Sozial-kommunikative Kompetenz
Kommunikationsfähigkeit, Aktiv Zuhören, Perspektivenwechsel
Mehr
Element 31
Methodische Kompetenz
Mehr
Element 184
Demokratische Werte und Einstellungen
Mehr
Anmerkungen
  • Eine gerade Anzahl von Teilnehmenden erforderlich.
  • Die zuhörende Person stellt keine Fragen, am besten auch keine zustimmen Gesten oder Geräusche, um den Erzählprozess der erzählenden Person nicht zu beeinflussen.
Materialien

Gong oder Stoppuhren

Ablauf
  1. Die Teilnehmenden bilden Dialogpaare und begeben sich paarweise mit einer Fragekarte auf einen 30-minütigen Spaziergang.

Beispiele für Fragekarten sind etwa:

  • Niveau 1 (Grundschule): Wie sieht ein ideales Wochenende für dich aus?
  • Niveau 2 (Mittelstufe): Welche Dinge möchtest du in deinem Leben unbedingt einmal ausprobieren?
  • Niveau 3 (Oberstufe, Erwachsene): Was war bisher die größte Herausforderung in deinem Leben und wie hast sie überwunden?
  1. Zunächst spricht die erste Person zehn Minuten frei zu den vorgegebenen Fragen, die andere hört nur zu und spricht nicht.
  2. Dann fast die zweite Person in fünf Minuten zusammen, was sie verstanden hat.
  3. Nun tauschen die Dialogpartner:innen die Rollen, wobei die zweite Person 10 Minuten zu der Frage spricht und die erste Person in fünf Minuten zusammenfasst, was sie verstanden hat.
  4. Nach Ablauf der Zeit kehren die Dialoggruppen zurück und alle reflektieren gemeinsam die Übung (siehe Reflexion)
Reflexion
  • Wie habt ihr das Zuhören, ohne zu unterbrechen oder zu kommentieren, empfunden?
  • Wie hat es sich angefühlt zehn Minuten zu sprechen?
  • Welches Zeitgefühl hattet ihr als ihr gesprochen habt?
  • Wie empfandet ihr es, dass euch jemand so aktiv zugehört hat?
  • Wie habt ihr euch gefühlt, als der andere eure eigenen Aussagen wiedergegeben hat? Was ist euch dabei aufgefallen? Hat etwas gefehlt?
  • Wir gut habt ihr euch von einer Skala von 1-10 verstanden gefühlt?
Varianten

Es kann noch eine Beobachterrolle hinzugefügt werden. Die Gruppe wird also in eine Dreierkonstellation aufgeteilt. Die Beobachtende Rolle hört der erzählenden und zuhörenden Person zu. Am Ende des Dialoges erzählt sie was sie verstanden hat.

Diese zusätzliche Beobachterperson ist hilfreich, um in der Reflexion deutlich zu machen, wie selektiv Menschen zuhören.

Mehr zur Methode

Michael Benesch: Psychologie des Dialogs, Seite 73 – ASIN B0161UHWM6 – 6. Oktober 2011

Quelle