Methode
Frustrationstoleranz entwickeln, achtsamen Umgang der Gruppe untereinander fördern
28 Minuten
6 - 10 Jahre, 11 - 16 Jahre
1- 5 Personen, 5 - 15 Personen
Dieses Spiel ist für Gruppen geeignet, die sich schon ein bisschen kennen. Der achtsame Umgang miteinander wird durch dieses Spiel auf die Probe gestellt und gleichzeitig gefördert. Gleichzeitig geht es bei diesem Spiel nicht ums Gewinnen oder Verlieren, da jeder mal gewinnt oder verliert-wie im richtigen Leben leben. Das Spiel bietet für dieses Thema einen guten Aufhänger.
Die Gruppe trifft sich zu einem Kreis in der Mitte des Raumes. Die Gruppenleitung steht in der Mitte mit den vielen verschiedenen Hüten. Die Gruppenleitung erzählt, dass sie/ er ein witziges Spiel mitgebracht hat. Jeder Teilnehmer bekommt dafür einen Hut. Die Gruppenleitung geht zu jedem Teilnehmenden und verteilt pro Teilnehmer*in einen Hut. Anschließend sollen sich die Kinder/ Jugendlichen einen Partner oder eine Partnerin suchen ( dieser kann auch von der Gruppenleitung zugeteilt werden).
Nun sollen die Kinder sich in einem Abstand von 5 Schritten zueinander hinstellen und sich die Hüte wie Frisbeescheiben zuwerfen: zunächst nur ein Hut, danach beide Hüte auf einmal. Diese Aufwärmübung sollte ca 10 Minuten dauern und dazu wird Musik gespielt.
Anschließend kommt die Gruppe wieder im Kreis zusammen.
Die Gruppenleitung ermuntert die Gruppe zu einem kleinen Spiel: Jeder Teilnehmende setzt sich seinen Hut auf den Kopf. Der Hut sollte möglichst fest sitzen. Zu einer anregenden Musik gehen die Kinder oder Jugendlichen schnellen Schrittes nun durch die Halle und versuchen jeweils, den anderen Teilnehmenden ihre Hüte von den Köpfen zu stehlen und auf die Erde zu werfen. Dabei dürfen sie die Anderen weder schubsen/ an den Haaren ziehen usw. noch ihren eigenen Hut festhalten oder berühren. Hat jemand seinen Hut verloren, stampft er 3x mit dem Fuß auf unr ruft dabei: „Mist, Mist, Mist!“
Anschlie0end darf der Teilnehmende sich den Hut wieder auf den Kopf setzen und weiter spielen.
Der Reiz des Spieles liegt in dem gegenseitigen Belauern und Hutklauen, während man gleichzeitig den eigenen Hut bewacht. Aber aufgepasst- wer zu vorsichtig ist, stibitzt keinen Hut!
Variante 1
Gestohlene Hüte dürfen die Kinder behalten und sich auf den eigenen Hut draufsetzen. Je mehr Hüte man auf dem Kopf balanciert, desto unbeweglicher wird man. Auch hierbei geht es letztendlich nicht ums Gewinnen, sondern vielmehr ums Hutstehlen und ums Sichärgern
Variante 2
Die Kinder bilden Dreierteams und überlegen sich zusammen eine Choreografie zu einem Huttausch und führen diese der Gruppe vor.
Kreative Bewegungserziehung – Bewegungstheater ; Neuber, Nils · Aachen: Meyer & Meyer (Verlag), 2000, S.133