Methode

Vertrauensspiele in Bewegung

Gruppenvertrauen stärken, Mut gewinnen

30 Minuten

6 - 10 Jahre, 11 - 16 Jahre, 17 - 21 Jahre, Erwachsene

Über 15 Personen

Themen
Gutes Leben, Identität, Menschenrechte
Phase
Beziehung aufbauen
Sozialform
Gruppenarbeit
Rolle der Gruppenleitung
Erklärend- Mitspielend
Element 185
Personale Kompetenz
Ich-Stärke und Selbstvertrauen, Resilienz/Antifragilität
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Element 186
Sozial-kommunikative Kompetenz
Kooperations-Teamfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft
Mehr
Element 31
Methodische Kompetenz
Deliberations- und Abwägungskompetenz
Mehr
Element 184
Demokratische Werte und Einstellungen
Gemeinwohlorientierung und Solidarität, Mut und kalkuliertes Risikobewusstsein
Mehr
Anmerkungen

Voraussetzung für diese Spiele ist eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der die Kinder Verantwortung füreinander übernehmen. Zudem sollte die Gruppengröße mindestens bei 8 Personen liegen.

Materialien

Es werden keine Materialien für diese Übung benötigt.

Ablauf

Beim „Stehaufmännchen“ gehen die Gruppenteilnehmer zu siebt oder acht zusammen und bilden einen engen Kreis. In der Mitte steht ein Gruppmitglied, das sich komplett körperlich anspannt und sich dann in die Arme der anderen fallen lässt. Die anderen Kinder reichen das Stehaufmännchen vorsichtig im Kreis herum. Anschließend ist ein anderes Gruppenmitglied an der Reihe. So geht es weiter, bis jeder sich einmal im Kreis fallen lassen konnte.

Beim „Adler“ liegt ein Gruppenmitglied auf dem Bauch, streckt die Arme im rechten Winkel zur Seite und spannt den ganzen Körper an. Vier bis Fünf andere Kinder fassen den „Adler“ an den Oberarmen und Oberschenkeln und heben ihn langsam hoch und „fliegen“ mit ihm durch Raum.

Beim „Jurtenkreis“ bilden alle Gruppenmitglieder einen Kreis und fassen sich an den Händen. Der Gruppenleiter lässt alle Teilnehmenden abzählen zwischen 1 und 2. Anschließend gibt er oder sie ein Signal, bei dem sich jeweils jeder Zweite nach innen, jeder Erste nach außen fallen lassen. So bildet ihr eine Zick-Zack-Formation, die sich gegenseitig hält.

Reflexion
  • Fällt es mir schwer oder leicht, der Gruppe zu vertrauen?
  • Wie war die Erfahrung, von der Gruppe gehalten zu werden?
  • Welches Spiel hat mit besser gefallen, Stehaufmännchen oder Adler oder der Jurtenkreis und warum?
Varianten

Variante Stehaufmännchen:

Um es noch ein wenig aufregender zu machen, können die Teilnehmenden im zweiten Durchlauf die Augen schließen und sich dann fallen lassen.

 

Variante Adler:

Besonders spannend ist es, in der Halle eine Fluglandschaft aus Kästen und Matten aufzubauen, über die der Adler hinweggetragen wird.

 

Variante Jurtenkreis:

Die Rollen werden getauscht: die Ersten lassen sich nach innen, die Zweiten nach außen fallen. Die Kinder versuchen, wie weit sich jeder/ jede nach vorne bzw. nach hinten lehnen kann, ohne dass der Kreis auseinander bricht.

Mehr zur Methode

 

Quelle

Kreative Bewegungserziehung – Bewegungstheater ; Neuber, Nils · Aachen: Meyer & Meyer (Verlag), 2000, S.115

 

https://www.gruppenspiele-hits.de/vertrauensspiele/jurtenkreis.html